Montag, 26. Juni 2017

Der Professor mit der Posaune

Vorab:
Der unten folgende Bericht entstand im Jahr  2009,
aktuelle Infos von 2017 sind hier:
- R-S-Consult.Info,
- Portrait: Zwei GUINNESS-Weltrekorde und
- Musikalischer Wandel: Von der Posaune zum Helicon.


Der Professor mit der Posaune


Campus Soest.
Lehren, Organisieren, Kontakte knüpfen – und dabei auch noch Spaß haben? Das kann nicht jeder. Reinhard Spörer von der FH Soest kann es. Ein Porträt über einen quirligen Professor, der überall mitmischt, ein großes Netzwerk unterhält und nicht jammern mag über seinen Job als Hochschullehrer.


Spaß? Wer bitte spricht in Zeiten nach Bologna noch im Ernst vom Spaßfaktor des Hochschullehrerberufs? Oder vom Vergnügen, Absolventen einen guten Karrierestart zu sichern? Oder gar von der angenehmen Pflicht, jeden Studierenden nach seinen Fähigkeiten zu unterstützen? Prof. Dr. Reinhard Spörer vom Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik des Campus Soest der Fachhochschule Südwestfalen!

Marketing- und Aktionstalent

Denn wenn es um seine Studenten und seine Hochschule geht, ist Spörer unkonventionell aktiv. Außerdem lässt er sich von Rückschlägen nicht blockieren. „Es bringt nichts, in Schwierigkeiten herumzuwühlen“, lautet eines seiner Credos. Regelmäßig etwa stellt der Professor das Campus-Summernight-Fest der FH Soest auf die Beine. Egal ob’s auf der Party stürmt und der Regen ein Defizit in die Kasse spült. Dann blickt Spörer eben schon ins nächste Jahr, das die Miesen ausgleichen soll. Die Hochschule kann auf das Ereignis, bei dem Spörer samt Big Band auch selbst zur Posaune greift, ohnehin nicht mehr verzichten. Es ist die Party, von der man spricht, die Nacht des Matchmaking für Studierende und Arrivierte, ein Aushängeschild der Hochschule.

Ebenso wie der Recruitment-Event schlechthin: An der Soester Hochschule steigt jährlich Nordrhein-Westfalens größter Karrieretag für Ingenieure, an dem Unternehmen aus der ganzen Republik teilnehmen. Die Basis dafür legte Spörer vor zehn Jahren mit der Gründung des Verbands Soester Ingenieure (VSI), der heute über 800 Mitglieder zählt. Die meisten von ihnen sind Alumni mit engen Beziehungen zu ihrer Hochschule.

Networking – das ist eine von Spörers Spezialitäten. Auch im Internet pflegt er Kontakte, „rund 3 000“, schätzt er. Und in seinem quirligen Geist reifen immer neue Ideen – etwa jene, mit Guinness-Weltrekorden auf seine Hochschule und ingenieurtechnische Leistungen aufmerksam zu machen. Im Jahr 2005 holte er für die FH Soest den Guinness-Weltrekord im simultanen Sektkorken-Knallen. Im Sommer 2009 startete er wieder einen Versuch. Diesmal hatten er und seine Helfer das größte Kartoffelkraftwerk der Welt errichtet. Für sein Marketing- und Aktionstalent hat das Magazin „Unicum Beruf“ den Umtriebigen bereits im vergangenen Jahr zum „Professor des Jahres“ in der Kategorie Ingenieure + IT gekürt.

Äußerlich hält es Spörer nicht mit dem Mainstream. Sein freundliches Bartgesicht passt auf den ersten Blick jedenfalls nicht zu einem Maschinenbauer, jener Ingenieurzunft, in der akkurate Frisur und Rasur wie Symbole von Präzision und Qualität getragen werden. Doch bei Werten erweist sich Spörer als „Klassiker“: Verantwortung, Selbstständigkeit, Fordern und Fördern – das will er vermitteln. Und Selbsterkenntnis, eine an der FH Soest ohnehin hochgehaltene Tugend: So muss jeder Studienanfänger einen Test absolvieren, der dazu dient, die eigenen Kompetenzen besser einzuschätzen. Ein faires Verfahren, findet Spörer. Denn solche Dinge sind ihm wichtig, klassische Werte als Eckpfeiler eines strebsamen Lebens, Fundamente der Sicherheit, die das Gemüt nicht zerquälen. Am meisten aber schätzt Spörer an Menschen Toleranz. So durfte seine Familie über seinen Wohnort mitentscheiden, weshalb er nun wochentags in Soest, am Wochenende in Hannover lebt. Zu Hause fühlt er sich hier wie dort.

Wenig Energie für Positionskämpfe

Dieses Gefühl familiären Eingebundenseins hält Spörer den Rücken frei für die Arbeit und motiviert ihn. Schließlich weiß man in einer kleineren Hochschulgemeinschaft besser als an einer Massenuniversität, für wen man sich einsetzt. In Soest, so Spörer, „ziehen alle an einem Strang“. Und man schließt Freundschaften fürs Leben. Augenzwinkernd wird von einer „Soester Mafia“ gemunkelt, von Absolventen, die gleich im Doppel- oder Mehrfachpack von Unternehmen angeheuert werden. „Es sind halt effiziente und kreative Teams, die ein tiefes Vertrauen eint.“

Um die Jahrtausendwende aber hatte er doch einen Zahn zu viel zugelegt. „Da hatte ich gesundheitliche Probleme; seitdem trete ich etwas kürzer.“ Merkt man nicht wirklich. Beim diesjährigen Sommerfest organisierte er nicht nur den Kartoffelkraftwerk-Weltrekord, er stand auch wieder mit seiner Posaune auf der Bühne. Aber auf die Frage, welchen Marketing-Gag er für seine Hochschule als Nächstes plant, schmunzelt Spörer. Und plötzlich schimmert ein Hauch von narzisstischem Showtalent durch. Ist dieser leise Odem sein mächtiges Movens?


Nach einem Bericht
von Ruth Kutz-Brunner
in der DUZ / WP vom 26.9.2009

Donnerstag, 30. März 2017

HR-Kooperation

Personalia


Neue Zusammenarbeit im Bereich Personal:

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Spörer
agiert unter
http://www.R-S-Consult.Info

ab 1. April 2017
als Beirat Technik & Innovation
bei

Personalrezepte
Martin Peusser
Personalmanagement
in Kronberg im Taunus.

Link:
http://www.Personalrezepte.de




Mittwoch, 28. Dezember 2016

Wettbewerb "Professor des Jahres" der Zeitschrift UNICUM

Bilder

Prof. Dr. Reinhard Spörer mit der langen Liste der Aussteller, die am Karrieretag teilnehmen
Prof. Dr. Reinhard Spörer mit der langen Liste der Aussteller, die am Karrieretag teilnehmen (Download )
12.12.2008


UNICUM-Wettbewerb "Professor des Jahres":

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Spörer aus Soest
für besondere Karrierestart-Verdienste geehrt

Als einziger Hochschullehrer aus NRW
unter den Top-Ten der Ingenieurprofessoren

Der Wettbewerb „Professor des Jahres 2008“ ist entschieden:
Das Studentenmagazin UNICUM BERUF hat zusammen mit dem Beratungsunternehmen KPMG die besten Wegbereiter
für Karrieren an den Hochschulen gesucht und gefunden.

Der Wettbewerb „Professor des Jahres 2008“ ist entschieden:
Das Studentenmagazin UNICUM BERUF hat zusammen
mit dem Beratungsunternehmen KPMG die besten Wegbereiter
für Karrieren an den Hochschulen gesucht und gefunden.
Das Magazin vergab den Titel "Professor des Jahres" in vier Kategorien.
In der Kategorie "Ingenieure und IT" darf sich Prof. Dr. Reinhard Spörer
vom Campus Soest der Fachhochschule Südwestfalen freuen.
Er ist bundesweit unter den Top-Ten Professoren auf Platz 7 zu finden.

Gewählt wurde Spörer, der das Lehrgebiet Konstruktionslehre und –systematik
vertritt, von einer hochkarätig besetzten Jury, darunter Prof. Bruno Braun, VDI-Präsident
 und Prof. Klaus Landfried, langjähriger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz.

"Am Campus Soest unser Hochschule unterstützen wir die Studierenden optimal
beim Start ins Berufsleben" berichtet Spörer und sieht darin einen Grund
für seine hervorragende Platzierung. Kurse wie Bewerbertraining, Chinesisch
oder "Richtiges Verhalten beim Geschäftsessen" sieht er als Selbstverständlichkeit
auf dem Campus Soest an. Auch die intensive Beratung der Studierenden in Soest
bei Abschlussarbeiten und die effektive Vermittlung von Kontakten in die Industrie zählen für ihn dazu.

Die Basis für seine Auszeichnung legte Prof. Spörer mit der Gründung
des "Verbandes Soester Ingenieure VSI". Vor 10 Jahren ins Leben gerufen,
zählt dieser Verband nun bereits 800 Mitglieder. Spörer zu seinen Beweggründen:
"Wichtig ist, dass wir über die VSI-Mitglieder ganz enge und vertraute Kontakte
zu unseren Absolventen halten, wenn sie im Berufsleben stehen.
Nur so lassen sich auch richtig große Aktionen wie der Karrieretag Soest
am 8. April 2009 planen und realisieren".

"Soest ist nun wirklich nicht die größte Stadt in NRW, aber", so Spörer,
"mit diesem Netzwerk im Rücken stellen wir ganz einfach mal eben
den größten Karrieretag für Ingenieure in NRW auf dem Campus Soest auf die Beine".
Und in der Organisation des Karrieretags sieht Spörer auch den eigentlichen Grund
für sein hervorragendes Ranking bei UNICUM: Mit dieser Veranstaltung ermöglicht
er zusammen mit seiner Planungsgruppe den Besuchern der Veranstaltung
einen optimalen Überblick über Einstieg, Aufstieg und Karriere
bei über 70 ausstellenden regionalen und überregionalen Unternehmen.

"Wir freuen uns auch auf Karrieretag-Besucher, die noch nicht in Soest studieren
und sich einfach über unsere Studiengänge im technischen Bereich informieren wollen",
lädt Spörer zum Karrieretag ein. "Unser Karrieretag ist nicht wie viele andere in einem Hotel
untergebracht, sondern die Stände der Aussteller finden sich in den Laboratoratorien.
Dadurch kann sich jeder Besucher auch gleich einen Überblick über die Ausbildungsbedingungen
verschaffen. Für eine bequeme Anreise sorgen u.a. kostenlose Shuttlebusse zum Hochschulcampus".
Dieses Komplettpaket überzeugte auch den NRW-Ministerpräsidenten und den Innovationsminister:
Sie setzen sich als Schirmherr und mit einem Grußwort für den Karrieretag ein.

Und so war es eigentlich kein Wunder, dass UNICUM auf Spörer kam und ihn auszeichnete.
Bereits die Online-Umfrage durch das Magazin bei den Soester Studierenden hatte
eine positive Bewertung ergeben. Diese ergänzten die Unternehmen, mit denen Spörer
intensiv zusammenarbeitet, auf Anfrage von UNICUM mit vielen lobenden Aussagen.

"Ich freue mich über die Auszeichnung besonders deshalb", so Spörer,
weil dadurch noch mehr Interessierte auf den Karrieretag aufmerksam werden
und diesen für Informationen über ihre Berufsplanung nutzen können".

Sowohl für den Karrieretag als auch für die Soester Ingenieur-Absolventen
sieht Spörer positiv in die Zukunft: "Die Beziehungen des Campus Soest
zur Industrie sind langjährig gewachsen und deshalb auch in
wirtschaftlich unruhigen Zeiten stabil. Schließlich sind auf dem Karrieretag
75 Aussteller aus der Region, aber auch aus Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern.
12 weitere Unternehmen stehen bereits auf der Warteliste für den Karrieretag 2010".

Auf die Frage nach weiteren zukünftigen Entwicklungen des Soester Karrieretags
und neuen von ihm geplanten Aktionen antwortet Spörer: "Wir an dieser Hochschule
können zusammen mit der befreundeten Industrie, unserer optimalen Ausstattung
und unseren exzellenten Studierenden alles – außer Stehenbleiben.

Spörer's Motto:
"Lassen sich sich vom Campus Soest überraschen".

Links:
- Spörer
- Karrieretag Soest
- FH SWF Standort Soest
- Verband Soester Ingenieure VSI e.V.
- Fachhochschule Südwestfalen FH SWF